10 Fragen zu Histamin-Intoleranz

10 Fragen zu Histamin-Intoleranz beantwortet die wichtigsten Fragen zu Thema Histamin-Unverträglichkeit. Obwohldie Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln (darunter fallen auch Laktose- und Fructose-Intoleranz) immer mehr zunehmen, zählt die Intoleranz von Histamin nach wie vor zu den eher unbekannten Krankenheitsbildern. Um einen Überblick über das Krankheitsbild, Symptome und Behandlungsmethoden zu bekommen, haben wir die wichtigsten Fakten in zehn Fragen zusammengefasst.

1. Was ist Histamin?
Histamin tritt im Körper als biogenes Amin auf und ist im Nervensystem, in weißen Blutkörperchen und im Immunsystem zu finden, wo es die Abwehr feindlicher Stoffe unterstützt. Zudem steigert Histamin die Adrenalin-Produktion in Stresssituationen, ist für höhere Leistungsbereitschaft und Aufmerksamkeit verantwortlich und hat darüber hinaus eine antidepressive Wirkung.

2. Was ist Histamin-Intoleranz?
Bei Histamin-Intoleranz kann der Körper aufgrund eines Mangels oder Fehlens des Enzyms Diaminoxidase (DAO) körpereigenes oder körperfremdes Histamin nicht ausreichend abbauen, weshalb es zu einer allergieartigen Überreaktion des Körpers kommt. Diese Überreaktionen können sich in Form von Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz, Nesselsucht und vielen anderen Symptomen manifestieren.

3. Wie bekommt man Histamin-Intoleranz?
Histamin-Intoleranz kann entweder angeboren sein oder sich im Lebensverlauf entwickeln. Über die Häufigkeit eines genetischen Enzymdefekts gibt es bisher keine hinreichenden Daten. Experten gehen jedoch davon aus, dass die erworbene Histamin-Intoleranz die häufigere Erscheinungsform ist. Ausgelöst kann der Enzymmangel oder die Dysfunktion durch die Einnahme bestimmter Medikamente, Übermäßigen Alkoholkonsums aber auch durch Lebensmittel werden.

4. Ist Histamin-Intoleranz eine Allergie?
Nein. Bei einer Allergie reagiert das körpereigene Immunsystem übermäßig auf eine Substanz (Allergen), das im gesunden Körper zu keiner Reaktion führen würde. Im Falle einer Histamin-Intoleranz ist das Immunsystem nicht beteiligt. Hier handelt es sich um einen generellen Mangel oder Dysfunktion des Enzyms Diaminoxidase (DAO).

5. Gibt es eine erfolgreiche Behandlung dafür?
Die Behandlung umfasst im Wesentlichen eine ganzheitliche Umstellung der Ernährung als auch der Lebensgewohnheiten. Eine vollständige Heilung der Krankheit ist bisher noch nicht bekannt. Durch entsprechende Ernährungsergänzungen, die dem Körper zusätzlich mit DAO versorgen, kann eine weitgehend normale Ernährung gewährleistet werden.

6. Was sind die Symptome von Histamin-Intoleranz?
Die Symptome ähneln jenen der Allergien und würden, treten Sie einzelne auf, sehr harmlos wirken. In der Tat können die Symptome von Histamin-Intoleranz jedoch das Leben betroffener Menschen wesentlich beeinflussen. Dazu zählen unter anderem:

  • Bauchschmerzen und Krämpfe
  • Durchfall und Verstopfung
  • Blähungen, Völlegefühl
  • Kopfschmerzen bis zur Migräne (die meist nicht auf Medikamente ansprechen)
  • Fließschnupfen, Augentränen
  • Hautausschläge, Ekzeme, Nesselsucht ohne erkennbare Ursache
  • Schwindelattacken
  • Massive und spontane Veränderungen des physischen Wohlbefindens.
  • Anhaltenden Müdigkeit, ,Schlaf ohne Erholung'
  • Frösteln, Zittern, niedriger Blutdruck
  • Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmitteln

7. Ich habe immer wieder einige dieser Symptome. Leide ich jetzt an Histamin-Intoleranz?
Die Symptome von Histamin-Intoleranz treten meist unmittelbar beim oder nach dem Essen auf. Ob tatsächlich Histamin-Intoleranz vorliegt, lässt sich durch einen Bluttest bestimmen, der die DAO-Enzymaktivität im Körper misst. Bevor es zu einer Selbstdiagnose kommt, sollte bei regelmäßigem und anhaltendem Auftreten der Symptome ein Arzt konsultiert werden.

8. Welche Lebensmittel enthalten Histamin?
Histamin findet sich in vielen Lebensmitteln, wobei der Histamingehalt innerhalb der Produktgruppen und je nach Reifegrad stark variieren kann. Grundsätzlich zählen zu den histaminreichsten Lebensmitteln Wein, Essig, Sauerkraut, Wurst, Käse, Fisch, Tomaten und Spinat sowie Saucen, insbesondere Fisch- und Sojasauce.
Daneben gibt es Lebensmittel, die selbst keinen hohen Histamingehalt aufweisen, im Körper jedoch die Produktion bzw. Freisetzung von Histamin fördern. Dazu zählen unter anderem wesentlich Schokolade, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Mango, Papaya, Buchweizen, Schalen- und Krustentiere, Nüsse, Sonnenblumenkerne oder Senf.

9. Gibt es eigene Lebensmittel, die eigens für Menschen mit Histamin Intoleranz entwickelt wurden?
SCIOTEC hat spezielle Kapseln (DAOSiN) entwickelt, die vor dem Essen den Abbau von Histamin im Körper fördert. Betroffene sollten trotzdem nicht auf eine ausgewogene Ernährung verzichten, jedoch werden die Symptome weitgehend gelindert.

10. Wie wird Histamin Intoleranz diagnostiziert?
Es existieren mittlerweile eigene DAO-Tests, die die Aktivität von Diaminoxidase (DAO) imn Körper testen. Zwei bekannte Tests in diesem Bereich sind DAO-REA und D-HIT, wobei einmal die generelle DAO-Aktivität in Bezug auf andere biogene Amine (DAO-REA) und einmal der konkrete Histaminabbau durch DAO getestet werden (D-HIT). Beide Tests sind unbedingt von Ärzten durchzuführen.
Grundsätzlich sollten jedoch, sobald die Symptome auftreten, auf histaminreiche und histaminfördernde Lebensmittel verzichtet werden.

  &nbps;
  • 4183
KL617493
  • IODAT
  • Hauffgasse 20
    1110 Wien, Österreich
  • +43164179690
  • 10