Dipperz liegt an der Grenze zwischen Fuldaer Senke und Hochrhön, in einem Gebiet, das schon in der Vorgeschichte von Menschen besiedelt war. Seit jeher profitierte die Region von ihrer verkehrsgünstigen Lage. Viele Jahrhunderte lang zogen Händler und Reisende auf dem nördlich an Dipperz vorbeilaufenden Ortesweg entlang. Heute ist es die B 458, die Dipperz mit der nahen Barockstadt Fulda verbindet.In ihrer heutigen Form besteht die 3540 Einwohner zählende Gemeinde erst seit 1972, als sich acht ehemals selbständige Ortschaften zur Großgemeinde Dipperz zusammenschlossen. Als "Frisenhus" - Haus des Frieso - wurde der älteste Ortsteil Friesenhausen bereits im Jahre 824 in einer Schenkung an das Kloster Fulda erwähnt. Dipperz selbst taucht erst 1261 als "Dieprechtes", d.h. als Hof des Dieprecht, in den Quellen auf. Das Stiftskreuz im Wappen von Dipperz weist noch heute auf die jahrhundertelange, enge Verbindung des Dorfes mit dem Hochstift Fulda hin.Als 1525 die Wogen des Bauernkrieges über das Land schwappten, empörten sich auch die Bewohner von Dipperz gegen ihre Herren. Einer der Anführer der aufständischen Horden war der aus Dipperz stammende Johannes Reith. Die Truppen des Landgrafen Philipp von Hessen machten den blutigen Unruhen schließlich ein Ende.In jüngerer Vergangenheit war es der große Brand von 1892, der das Gesicht des Dorfes stark veränderte. Viele Häuser und selbst die Kirche fielen den Flammen zum Opfer. Einiges aber hat den Brand überstanden: so das Gasthaus "Zur Krone", ein Fachwerkbau aus dem Jahre 1749, und eine barocke Kreuzigungsgruppe am Ortsausgang.In jüngster Zeit entwickelte sich der Tourismus zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig der Gemeinde. Friesenhausen ist bereits seit den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Luftkurort. Dipperz selbst lädt mit einem weit verzweigten Wegenetz zu Ausflügen in die nahe Rhön ein.
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26.05.2012