Die beinahe 8500 Einwohner zählende baden-württembergische Kleinstadt Großbottwar weist Fundstücke aus allen Kulturepochen auf – aus der Römerzeit um 200 n. Chr. sind Reste mehrerer Gutshöfe erhalten. Im 8. Jahrhundert gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. 1279 verliehen die benachbarten Herrscher der Burg Lichtenberg Goßbottwar das Stadtrecht. Nach dem Verkauf der Stadt an ein württembergisches Adelsgeschlecht 1357 wurde die Stadt Amtssitz. Während der Gründerzeit erhielt Großbottwar 1894 Anschluss an die Bahnstrecke nach Heilbronn und schaffte damit bessere Einkommensmöglichkeiten für seine Bewohner, entwickelte jedoch keine Industrie. Heute profitiert Großbottwar von seiner Lage an der Württemberger Weinstraße. Da die Stadt von Kriegsverwüstungen verschont blieb, weist sie einen einmaligen Bestand an Häusern aus dem 15. bis 17. Jahrhundert auf. Touristischer Höhepunkt ist das 1556 erbaute Rathaus.
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26.05.2012