Kleinanzeigen Hanerau-Hademarschen

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Hanerau-Hademarschen

Das Land östlich des Nord-Ostsee-Kanals wird schon seit vielen Jahrtausenden von Menschen besiedelt. Hier, einige Kilometer östlich des Kanals, liegt die zum Kreis Rendsburg-Eckernförde gehörende Doppelgemeinde Hanerau-Hademarschen. Um das Jahr 1180 ließ Graf Adolf III. von Holstein die Burg Hanerau erbauen. Sie diente als Verwaltungssitz für das umliegende Land, vor allem aber zur Grenzsicherung gegen das benachbarte Dithmarschen. Erst nach dem Ende der Bauernrepublik Dithmarschen wurde die Burg in ein Adelsgut umgewandelt. Das Kirchspiel Hademarschen erscheint 1329 als "Hademerschen" erstmals in schriftlichen Quellen, doch erst in jüngerer Vergangenheit nahm die Entwicklung der Gemeinde einen deutlichen Aufschwung. Dem Gutsherrn J. W. Mannhardt ist es zu verdanken, dass sich Anfang des 19. Jahrhunderts Arbeiterfamilien hier ansiedelten. Ganz im Sinne seiner Zeit wollte der Gutsherr Hanerau zu einem Zentrum der Industrie machen, doch die kleinen Betriebe konnten sich nicht lange behaupten. Geblieben ist der Ort Hanerau, der sich 1938 mit Hademarschen zu einer Doppelgemeinde zusammenschloss. Heute zählt Hanerau-Hademarschen etwa 3100 Einwohner. Per Bahn ist die Gemeinde mit Heide und Neumünster verbunden.In und um die Gemeinde zeugen jungsteinzeitliche und älterbronzezeitliche Grabhügel davon, dass dieses Land schon vor 5000 Jahren besiedelt war. Mehr über das Leben der Menschen in jener fernen Zeit kann man im Archäologisch-Ökologischen Zentrum Albersdorf auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals erfahren. In Hanerau-Hademarschen selbst lohnt die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute St. Severin-Kirche einen Besuch. Nach einem verheerenden Brand im Jahre 2003 ist sie nun wieder vollständig rekonstruiert und lädt zum Verweilen ein. Nur wenigen ist bekannt, dass der Friedhof von Hanerau-Hademarschen einzigartig in Schleswig-Holstein ist. Gutsherr Johann-Wilhelm Mannhardt ließ ihn 1805 nach den Regeln der Herrnhuter Brüdergemeinde anlegen. Es ist bemerkenswert, dass man noch heute der ursprünglichen Grabanordnung folgt: Männer ruhen auf der linken, Frauen auf der rechten Seite. Dazu gibtes einen eigenen Bereich für Kinder und für unverheiratet Gestorbene. Inmitten des Friedhofs trifft man auf die bronzene Statue eines nachdenklichen Mannes, den in Schleswig-Holstein jedes Schulkind kennt: Es ist der berühmte Dichter Theodor Storm, der in Hanerau-Hademarschen seinen Lebensabend verbrachte. Vieles im Ort erinnert an den großen Dichter, so auch die Stormstube im Heimatmuseum.

Wetter Hanerau-Hademarschen
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    26.05.2012

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