Im oberen Ulstertal, umgeben von den malerischen Bergen der Rhön, liegt die Marktgemeinde Hilders. Die Barockstadt Fulda ist nicht allzuweit entfernt, und an schönen Tagen lockt die Wasserkuppe zu einem Ausflug. Ruhe und Erholung, das ist es, womit Hilders heute für sich wirbt. Dabei hat der Ort eine lange und bewegte Geschichte hinter sich.Im Jahre 915 wird Hilders erstmals in Urkunden erwähnt. Damals fiel das vordem im Besitz des mächtigen Klosters Fulda befindliche "Hilteriches" an die Herrschaft von Weid. Es sollte nur der erste von vielen Besitzerwechseln sein. Anno 1342 gelangte Hilders an das Hochstift Würzburg und wurde Hauptort des Würzburgischen Amtes und des Zehntgerichts Auersberg. Im 19. Jahrhundert wechselte Hilders mehrmals die Landeszugehörigkeit. 1803 an Bayern gefallen, wurde es 1805 vom Großherzogtum Würzburg übernommen, nur um neun Jahre später wieder bayrisch zu werden. Schließlich kam es 1867 in preußischen Besitz. Heute ist Hilders hessisch und gehört zum Landkreis Fulda. Seit der Gebietsreform von 1971 vereint Hilders elf Ortsteile, die weit verstreut in den umliegenden Tälern liegen und zusammen etwa 5200 Einwohner zählen. Der Tourismus ist einer der Hauptwirtschaftszweige der Gemeinde, die sich seit 1966 "Staatlicher Luftkurort" nennen darf.Nur vier Kilometer sind es von Hilders bis zu der hoch über dem Ort gelegenen Ruine der Auersburg. Sie wurde um 1120 erbaut und den Herren von Tann als Lehen gegeben. Diese verkauften sie an das Bistum Würzburg, das mit kurzer Unterbrechung bis zu ihrer Zerstörung Besitzer der Burg blieb. 1354 genügte die alte Anlage den Ansprüchen nicht mehr. Man errichtete an ihrer Stelle ein Schloss, das dem würzburgischen Amtsmann als Sitz diente. Es fiel 1525 den Wirren des Bauernkrieges zum Opfer. Heute können sich Besucher vom Zauber der alten Mauern in längst vergangene Zeiten zurückversetzen lassen.
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26.05.2012