Das nordfriesische Langenhorn ist ein typisches Straßendorf und gilt mit einer Länge von fast 7 Kilometern als längstes Dorf des Landkreises. Die Gemeinde liegt zwischen Husum und Niebüll an der Bahnstrecke Hamburg-Westerland, dort, wo das flache Marschland in die Geest übergeht.Als "in Horne" wird Langenhorn 1352 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ursprünge der Siedlung reichen jedoch viel weiter zurück, denn bereits Anno 1240 wurde die St. Laurentius-Kirche geweiht. Langenhorn entwickelte sich zu einem Zentralort, der 1681 das Recht erhielt, dreimal jährlich einen Markt abzuhalten.Die St. Laurentius-Kirche ist wie viele andere Kirchen des Landkreises aus rotem Backstein erbaut und erlebte im Laufe ihrer Geschichte mehrere Umbauphasen. Ganz dem Zeitgeist entsprechend begann man 1684 mit der Umgestaltung des Innenraums. Aus diesen Jahren stammen Altar, Kanzel und Taufbecken. Bald jedoch wurde die Kirche zu klein für die wachsende Gemeinde, und so wurde 1721/22 im Süden, 1759 im Osten angebaut. Zwei Jahre später erhielt die Kirche eine Orgel, die bis heute ohne größere Veränderungen erhalten geblieben ist. Nach ihrer Sanierung erklingt sie seit 1985 wieder in voller Schönheit und lockt jährlich viele Besucher zu den Konzerten des "Orgelsommers". Langenhorn ist heute nicht zuletzt aufgrund seiner Nähe zur Insel Sylt ein beliebter Urlaubsort. Ein gut ausgeschildertes Radwegenetz lädt ein, dieses rauhe und doch schöne Land zwischen Nord- und Ostsee zu erkunden. In Langenhorn selbst können Besucher in einem privaten Museum die faszinierende Vielfalt des Bernsteins bestaunen.
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27.05.2012