Das über tausendjährige Städtchen Löbejün zwischen Köthen und Halle hat knapp 2.500 Einwohner. Im Heimatmuseum im Halleschen Tor (das einzige im Saalkreis erhaltene Stadttor)wird über die bewegte Geschichte des Ortes berichtet. Der berühmteste Sohn der Stadt, der Komponist Carl Loewe, hat ein eigenes, nach ihm benanntes Museum. Auf dem Marktplatz erinnert eine Büste aus dem lokalen Porphyr an ihn.Noch heute ist der historische Stadtkern weitgehend erhalten; Wahrzeichen des Ortes ist die mittelalterliche Kirche Sankt Petri. Ältestes Gebäude ist die Hospitalkapelle Sankt Cyriaciaus dem 15. Jahrhundert. Eine Pestepidemie, ein verheerender Brand 1583 sowie der Dreißigjährige Krieg warfen das Städtchen weit zurück, doch spätestens die Einrichtung fester Postkutschenverbindungen über Löbejün brachten neue Einnahmen. An die Bahn ist Löbejün seit 1900 angeschlossen. Geologen ist der Löbejüner Porphyr bekannt; auch wurden in der Nähe des Ortes Steinkohle (bis 1883) und Kalkstein abgebaut. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts war Löbejün für sein Bier bekannt, das auch im weiteren Umland vertrieben wurde. Seit dem 19. Jahrhundert war die industrielle Zuckerproduktion eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt.Heute profitiert Löbejün von seiner Nähe zu Halle und Madgeburg und einem Autobahnanschluss. Eine geschickte Kommunalpolitik half, vielfältige städtische Einrichtungen um Serviceeinrichtungen und Gewerbeansiedlungen zu ergänzen.
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27.05.2012