Sörup liegt in der moränenreichen, durch eiszeitliche Gletscher geprägten Landschaft Angeln und gehört zum Kreis Schleswig-Flensburg. Der Südensee, an dessen Ufer sich Sörup befindet, war namengebend für das Dorf, das 1338 in einer Schenkungsurkunde Herzog Waldemars als Sodorp - "Dorf am See" - erstmals urkundlich erwähnt wurde.Die Marienkirche zu Sörup gilt als eine der ältesten romanischen Kirchen Angelns. Ende des 12. Jahrhunderts wurde sie aus Granitquadern errichtet. Der Backsteinturm kam allerdings erst wesentlich später, am Ende des Mittelalters, hinzu. Die Marienkirche ist zweifellos ein architektonisches Kleinod. So weist das Nordportal dreistufig profilierte Rundbögen und ein Tympanonrelief mit der Darstellung von Christus zwischen den Aposteln Petrus und Paulus auf. Auch das Westportal wird von einem Relief verziert, während das Südportal schmucklos geblieben ist. Das aus Gotland importierte Taufbecken datiert ins 13. Jahrhundert und stellt damit das älteste Objekt im Inneren der Kirche dar. Das Triumphkreuz über dem Altar stammt aus dem 14. Jahrhundert, die reich verzierte Kanzel aus dem Jahre 1663 hingegen ist deutlich als Werk eines barocken Meisters zu erkennen.Das Obstmuseum im Ortsteil Winderatt beherbergt eine Sammlung von etwa 600 historischen Obstsorten und eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte. Auch die rekonstruierte Windmühle im Ortsteil Schwensby ist immer einen Besuch wert. Die heutige Gemeinde Sörup besteht aus elf ehemals eigenständigen Dörfern und zählt etwa 4200 Einwohner. Mit dem nahen Flensburg und der Landeshauptstadt Kiel ist Sörup durch eine Bahnlinie verbunden.
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27.05.2012