Hilfe, mein mp3 kann kein wma!
Es gibt verschiedene Audioformate, die in den einzelnen Dateispezifikationen beschrieben werden und die die einzelnen Informationseinheiten nach speziellen Mustern kodieren. Das bekannteste Audioformat ist MP3, welches in den 90er Jahren von der Fraunhofer Gesellschaft entwickelt wurde. Die Vorteile des MP3-Datenformats sind die sehr weite Verbreitung und das sehr geringe Datenvolumen.
Das MP3-Format kann mit fast jedem Audioplayer abgespielt werden und auch einige herkömmliche CD-Player beherrschen heute diese Spezifikation. Die geringe Datengröße führt jedoch zu diversen qualitativen Nachteilen, die nur durch komplexe Berechnungen der Datenstruktur teilweise beseitigt werden können.
Ein weiterer gravierender Nachteil sind die patentrechtlichen Bestimmungen, die eine externe Weiterentwicklung behindern. In der Musikindustrie wird MP3 nicht wirklich angenommen, weil die Unterstützung für das DRM (Digital Rights Management) erst in späteren Versionen implementiert sein wird.
Vor- und Nachteile des WMA
Gerade wegen dieser Nachteile konnten sich andere Audioformate durchsetzen, die versuchen die einzelnen Nachteile von MP3 zu kompensieren. Microsoft hat in diesem Zusammenhang das Format WMA (Windows Media Audio) entwickelt. Dieses Dateiformat gibt es zum einen in einer speziellen Version (Lossless), die trotz Komprimierung zu keinem Verlust der Qualität führt.
Zudem unterstützt dieses Format das DRM, das wesentlich von Microsoft mitentwickelt wurde. Immer mehr Player spielen heute dieses Format ab und auch einige Geräte sind hierzu schon in der Lage. Der wohl wichtigste Nachteil dieses Audioformats ist die enge Anbindung an Microsoft und die verschiedenen Produkte dieses Softwarekonzerns.
Zudem kann die Abspielerlaubnis erlöschen, wenn der Anbieter die Lizenz zurücknimmt – dann kann kein Player dieses Format mehr lesen.
Flac auf dem Vormarsch
Aber es gibt ein Audioformat, welches alle Vorteile in sich vereint. Es handelt sich hierbei um den Free Lossless Audio Codec (flac), der die Audioinformationen verlustfrei und in einer komprimierten Form abspeichern kann. Dazu ist diese Technologie frei zugänglich und keine Softwarepatente beschränken die Nutzung.
Seit 2002 unterstützen immer mehr Softwareplayer die daraus entwickelten Dateiformate, wie zum Beispiel .ogg, und auch verschiedene Hardwarehersteller begannen im Jahr 2003 ihre Produkte mit dieser neuen Technologie herzustellen. Neben den hier vorgestellten Audioformaten, gibt es noch zahlreiche weitere, die sich in einer Nische etablieren konnten oder überhaupt nicht genutzt werden.
Das Umwandeln von einem Dateiformat in ein anderes ist in fast allen Fällen möglich und die entsprechenden Tools sind in die meisten Softwareplayer integriert. Kleinanzeigen Mein MP3 Player kann kein WMA
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