Flamenco, Dali und maurisches Erbe: die schönsten Städte Spaniens

Als der schönsten Städte des Landes gilt Barcelona, die Stadt, die 1992 die Olympischen Sommerspiele ausrichtete und so herzergreifend von Montserrat Caballé und Freddy Mercury besungen wurde. Tatsächlich gibt es kaum eine Stadt in Spanien, die günstiger läge: im Norden, nicht weit entfernt, liegen hohe Berge, der Gegensatz zum langen Sandstrand am Fuße der Stadt. Die Costa Brava mit ihren unzähligen Hotels liegt nur einen Katzensprung entfernt.
Besucher sind vor allem vom gotischen Viertel mit seinen engen, mittelalterlichen Gassen und La Cathedral, der Kathedrale, begeistert. Aber auch römische Ruinen und die hypermoderne Planstadt Eixample findet man hier auf engstem Raum. Wer die Hauptstadt Kataloniens besucht, kommt auch um La Rambla, die Promenade mit Straßenkünstlern und Blumenverkäufern, und um die legendäre, unvollendete, von Dalí entworfene Sagrada Família nicht herum.
Überhaupt, die Kunst: kaum eine andere Stadt bietet so viel Kunst von Weltrang wie Barcelona. Genies wie Dalí, Miró, Sir Norman Foster oder Mies van der Rohe haben hier in den Straßen ihre Kunstwerke hinterlassen. Übrigens: Barcelona ist auch die heimliche Schokoladenhauptstadt Spaniens. Probieren Sie unbedingt die dickflüssige Trinkschokolade!
Sevilla, Wiege des Flamenco
Enge Gassen und prachtvolle Bauten prägen das Stadtbild von Sevilla. Hier, in der Hauptstadt Andalusiens, spürt man schon deutlich den früheren Einfluss arabischer Besatzer: viele der Häuser verfügen über einen marmornen Innenhof, überall gibt es öffentliche Brunnen, Fliesen sind typische Gestaltungselemente.
Aber auch die Römer hinterließen Andenken wie etwa die prächtigen Stadthäuser mit altrömischer Fassade oder den antiken Aquädukt, den schon Julius Caesar erbauen ließ und der bis heute die Brunnen der Stadt mit Wasser versorgt. Sehr sehenswert sind einige der mehr als 130 Kirchen und vor allem die Maestranza, die legendäre Stierkampfarena.
Sevilla ist aber auch als Wiege von Tapas und Flamenco bekannt. Und so erfreuen auch heute noch leidenschaftliche Flamencotänzer und leckere Tapas die Sinne eines jeden Sevilla-Besuchers in den wunderbaren Bars und Bodegas der Stadt.
Spaniens 1001 Nacht
Wie ein Märchen aus 1001 Nacht erscheint die Alhambra in Granada, jener maurische Komplex aus Palästen und Gärten, der wie auch Albaicín, das ehemalige maurische Wohnviertel, unter dem Schutz der UNESCO steht. Die 13 Hektar große rote Festung ist eines der weltweit schönsten Beispiele arabischer Baukunst. Aber auch für ihre wundervollen Gotik- und Renaissancebauten, ihre romantischen, engen Gässchen und ihre hervorragenden Gitarrenbauer ist Granada bekannt.
Nicht weit von der Stadt entfernt liegen die Cuevas, Höhlen in der Sierra Nevada, die von Zigeunern auch heute noch als Wohnungen genutzt werden. Sie gehören mit ihren Gitarren ebenso zum Stadtbild wie die Kathedrale und die königliche Kapelle, Capilla Real.