Kostenfalle Selbstausbau

Fertighäuser erfreuen sich bereits seit vielen Jahren einer steigenden Beliebtheit. Dies liegt schlichtweg daran, dass sich der Ruf dieser Immobilien spürbar geändert hat. Die Zeiten, in denen Fertighäuser qualitativ nicht überzeugen konnten, sind längst vorbei. Besonders gefragt ist das so genannte Ausbauhaus.
Hierbei handelt es sich um eine ganz besondere Fertighausvariante: Der Fertighaushersteller errichtet lediglich das Gebäude – den Innenausbau nimmt der Bauherr selbst vor. Die Beliebtheit dieser Variante ist logischerweise darauf zurückzuführen, dass der Selbstausbau zu einer immensen Kostenersparnis führt.
Allerdings birgt der Selbstausbau auch Risiken. Eines der größten Risiken besteht darin, dass sich der Bauherr überschätzt. Die Überschätzung kann gleich in mehrfacher Hinsicht erfolgen. So gibt es zum Beispiel viele Bauherren, die ihre eigenen handwerklichen Fähigkeiten überschätzen. Inmitten der Bauarbeiten bzw. während der Ausbauphase stellen sie dann fest, dass sie nicht über die Fähigkeiten verfügen, den Ausbau vorzunehmen.
Dies kann zwei unterschiedliche Folgen haben: Entweder erfolgt der Innenausbau nicht in der üblichen Qualität, oder es müssen Handwerker engagiert werden, die für einen Anstieg der Kosten sorgen.
Kalkulieren Sie einen realistischen Zeitraum ein!
Des Weiteren wird von vielen Bauherren der Zeitraum unterschätzt, über den sich die Ausbauarbeiten erstrecken. Häufig wird viel zu optimistisch kalkuliert. Die Folge ist, dass sich die Arbeiten verzögern und dadurch weitere Probleme entstehen. Problematisch wird es vor allem, wenn man bisher zur Miete gewohnt und den Mietvertrag bereits gekündigt hat.
Sollte der Innenausbau nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, kann dies bedeuten, dass man mit seinem Hausrat in eine Immobilie einziehen muss, die erst zur Hälfte fertig gestellt ist.
Eine weitere Kostenfalle kann darin bestehen, dass man den Materialaufwand falsch einschätzt. Diese Gefahr ist vor allem dann sehr groß, wenn man den Selbstausbau komplett in Eigenregie vornimmt und die erforderlichen Materialien selbst einkauft. Erheblich mehr Sicherheit bieten Ausbaukonzepte, bei denen die Ausbaumaterialien ebenfalls vom Fertighaushersteller geliefert werden – hier stehen die Kosten von Beginn an fest.