Muskelhypothek: wie sich Eigeninitiative auszahlt

Der Bau eines Hauses ist oft eine enorme finanzielle Belastung. Da stellt man sich natürlich die Frage, wie man Geld sparen kann. Eine naheliegende Lösung liegt darin, möglichst viele der Arbeiten am Haus selbst zu übernehmen. Denn die Fliesenlegerarbeiten, der Trockenausbau und das Beziehen der Bodenbeläge sind Arbeiten, die man mit etwas handwerklichem Geschick selbst vornehmen kann. Darüber hinaus sind Handwerker teuer.
Aus dieser Idee heraus entstand die so genannte Muskelhypothek. Mit einer solchen Muskelhypothek kann man Eigenkapital dadurch ersetzen, dass Bauarbeiten selbst durchführt werden. Dies nennt man auch Baueigenleistung.
Kalkulieren Sie gut mit Ihrer Zeit!
Doch Vorsicht ist geboten: Eine solche Muskelhypothek ist mit Risiken verbunden. Denn wer eine Baueigenleistung erbringen möchte, der sollte nicht nur über das notwendige Know-how, Material und Werkzeug verfügen. Das größte Problem für viele Bauherren ist der Faktor Zeit. Deshalb steht am Anfang immer die Frage: Habe ich wirklich genug Zeit, um neben meinem Beruf Arbeiten am Haus durchzuführen?
Wenn man sichergehen möchte, ist es ratsam, dass man nur Aufgaben übernimmt, die eine Arbeit abschließen. So ist beispielsweise eine Verzögerung beim Streichen oder beim Verlegen der Böden zu verschmerzen, da andere Arbeiten parallel ausgeführt werden können.
Auch bei der Berechnung der Kosten für das Material kann man sich leicht verschätzen. Denn man muss bedenken: Bauunternehmen zahlen für das benötigte Material weit weniger als ein einzelner Bauherr, da sie das Material in viel größeren Mengen einkaufen.
Wichtig ist es darüber hinaus, alle Helfer – seien es Nachbarn, Freunde oder Verwandte – anzumelden, insbesondere deshalb, weil Unfälle auf beim Hausbau keine Seltenheit sind und sonst nicht versichert wären.