Analog = altmodisch? Mittelformat, Spiegelreflex & Co

Eine Mittelformat-Kamera wird im Privaten eher selten, dafür aber umso mehr im professionellen Bereich verwendet. Sie sind ein Kompromiss zwischen Großbild- und Kleinbildkamera und erlauben auch große Ausbelichtungen bei gleichzeitig einfacher Bedienbarkeit und akzeptabler Größe und Schwere der Kamera.
Welches Format?
Wer sich für solch eine Kamera interessiert, kann sich zwischen den unterschiedlichsten Formaten entscheiden. Die Höhe ist zwar grundsätzlich auf 6 cm festgelegt, die Breite kann sich allerdings bei den verschiedenen Modellen unterscheiden und liegt zwischen 4,5 und 17 cm. Übrigens: analoge Mittelformatkameras sind auch heute noch bei Mode- und Werbefotografen im Einsatz. Sie erlauben gestochen scharfe Bilder und sehr große, aber immer noch qualitativ gute Abzüge.
Analoge Spiegelreflex?
Auch analoge Spiegelreflex-Kameras sind nach wie vor weit verbreitet. Foto-Enthusiasten nutzen sie zusammen mit besonderen Filmen, beispielsweise mit einer besonderen Empfindlichkeit oder einem besonderen Farbton, um ganz besondere Abzüge zu erhalten. Einige Hobbyfotografen lassen es sich auch heute nicht nehmen, ihre Filme selbst zu entwickeln und bei der Entwicklung Einfluss auf Grauwerte und Helligkeiten zu nehmen. Übrigens: Kaffee und Zitrone ergeben zusammen mit Soda einen wunderbaren Entwickler auf natürlicher Basis.
Einige Fotografen vertreten die Ansicht, dass man mit einer analogen Kamera am besten das Fotografieren lernen kann. Während man bei einer Digitalkamera einfach das Bild löscht, das nicht gefällt, muss man bei der begrenzten möglichen Anzahl an Bildern auf einer Filmrolle genau überlegen, welches Bild man wie gestaltet und wann man auf den Auslöser drückt.
Übrigens: analoge Kameras bewähren sich auch immer wieder beim Bergsteigen. Da einige von ihnen mechanisch funktionieren und keine Batterien benötigen, sind sie selbst bei größter Kälte immer einsatzbereit.