Büromaus oder Zocker: wer braucht welchen Rechner?

Auf dem heutigen Markt gibt es unzählige verschiedene Computer und auch viele verschiedene Komponenten. Man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass es den perfekten Computer gibt. Je nach Anwendungsbereich und den Anforderungen an ein System können die einzelnen Komponenten und deren Zusammensetzung stark variieren. Ein Heimanwender, der ab und zu eine E-Mail versenden möchte und in unregelmäßigen Abständen einen Brief verfasst, benötigt einen anderen Computer als ein Zocker, der die neusten 3-D-Onlinegames spielen möchte.
Ein Standardcomputer für den privaten Haushalt braucht keinen sehr leistungsfähigen Prozessor. Ein einfacher Prozessor ohne 64-Bit-Technologie und ohne Dual-Core-Architektur ist vollkommen ausreichend. Wenn es um den Arbeitsspeicher geht, sollte man sich jedoch ein wenig mehr gönnen, um zum Beispiel mit mehreren Programmen parallel arbeiten zu können. Je nach Betriebssystem sollten hier schon 1024 Megabyte eingeplant werden. Eine spezielle Grafikkarte ist für den normalen Hausgebrauch meist nicht unbedingt nötig und eine einfache On-Board-Architektur vollkommen ausreichend.
Wichtig: ein leistungsstarker Prozessor
Ein Computer, mit dem man hauptsächlich die neusten 3D-Games spielen möchte, sollte natürlich ganz anders aufgebaut sein. Hier sollte man einen leistungsstarken Prozessor wählen, der die 64-Bit-Technologie und eine Dual-Core-Architektur integriert hat. Diese Faktoren sind besonders wichtig, da sie eine entsprechende Rechengenauigkeit und eine parallele Abarbeitung der Aufgaben garantieren. Die Taktfrequenz sollte ebenfalls hoch sein, um einen größtmöglichen Durchsatz zu gewährleisten. Eine weitere Größe, die gerne vernachlässigt wird, ist der Prozessor-Cache. Die Kapazität sollte ebenfalls möglichst im Megabytebereich liegen.
Für mehr Spielspaß: die richtige Grafikkarte
Der Arbeitsspeicher ist für einen Zocker-PC von großer Bedeutung. Hier werden die gesamten Daten des Spiels zwischengespeichert und anschließend vom Prozessor bearbeitet. Hier gilt die einfache Faustregel: Je mehr, desto besser. Die Grafikkarte ist die wohl wichtigste Komponente eines Spielecomputers. Hier werden alle logischen Berechnungen für die Ausgabe vorgenommen und bei modernen Spielen ist hier eine On-Board-Lösung mit Shared-Memory nicht zu empfehlen. Die Grafikkarte sollte über einen möglichst großen eigenen Speicher verfügen und der Grafikchip sollte möglichst viele Berechnungen pro Zeiteinheit durchführen können.
Vor einem Kauf sollte man stets die eigenen Anforderungen an einen Computer analysieren und dann explizit nach diesen Vorstellungen einkaufen. Nur so kann man sich sicher sein, genau das System zu bekommen, welches man benötigt.