Gut gewürzt ist halb genossen: Kräuter & Gewürze

Was wäre wohl eine gute Mahlzeit ohne die richtige Würze? Erst die Zubereitung und die dazu gehörigen Kräuter und Gewürze machen eine Speise zu einem Genuss. Doch was ist der Unterschied zwischen Kräutern und Gewürzen. Ist Basilikum ein Gewürz und Safran ein Kraut oder doch eher umgekehrt?
Wenngleich die Grenzen zwischen Kräutern und Gewürzen auf den ersten Blick fließend erscheinen, kann man beide Würzkomponenten in der Küche mit ein wenig Übung gut unterscheiden. Von Gewürzen ist immer dann die Rede, wenn die würzende Zutat aus Hölzern, Rinden, Früchten oder Wurzeln einer Pflanze gewonnen wird. Von Kräutern redet man hingegen, wenn die Blätter oder der Großteil der oberirdischen Pflanzenteile für die Würzung von Speisen Verwendung finden.
Je frischer die Kräuter, desto besser
Unabhängig von der Klassifizierung „Kraut“ oder „Gewürz“ wird ein Feinschmecker zur Sicherung der Qualität einige Grundregeln in der Nutzung beachten. An erster Stelle steht dabei die Frische. Das Aroma von Kräutern und Gewürzen ist umso intensiver, je frischer sie sind. Die Lagerung erfolgt dabei kühl und dunkel. Auf die Nutzung getrockneter Kräuter wird in der Feinschmeckerküche nur zurück gegriffen, wenn keine frischen Kräuter zur Verfügung stehen oder die Herstellungsweise dies verhindert.
Das ist beispielsweise bei den besonders wertvollen Gewürzen wie Safran der Fall. Echter Safran wird aus den Narbenblüten des Safrankrokus gewonnen, von Hand auf dem Feld geerntet und kann nur schwer selbst angebaut werden. Die gängigsten Gewürzkräuter werden jedoch heute in gut sortierten Lebensmittelgeschäften in der Obst- und Gemüseabteilung angeboten.
Typische Topfkräuter sind Basilikum, Petersilie und Schnittlauch, wobei immer häufiger auch weitere Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei, Rosmarin und Thymian, bisweilen auch Ysop und Koriander angeboten werden.
Gewürze sind vorwiegend in getrockneter Form erhältlich. Hierbei nutzt der Feinschmecker möglichst ganze getrocknete Stücke für die Vorratshaltung, beispielsweise ganze Muskatnüsse oder auch Pfefferkörner, die erst bei der Nutzung frisch gerieben beziehungsweise gemahlen werden.
Der Unterschied im Aroma ist dabei erheblich, da durch die geringere Oberfläche des ganzen Stückes im Vergleich zum gemahlenen Gewürz die Aromastoffe nicht so schnell verloren gehen.