Kabelsalat oder Wolkenbildung? – Netzwerke sinnvoll aufbauen

Beim Aufbau eines Rechnernetzes stellt sich zunächst die Frage, welche Topologie angewandt werden soll. Es gibt heute viele verschiedene Topologien, die jeweils ihre Vor- und Nachteile besitzen. Eine der populärsten Aufbauarten ist die Ring-Topologie. Die Rechner eines Netzwerkes werden dabei ringförmig miteinander verbunden. Der Vorteil dieses Systems ist die hohe Ausfallsicherheit. Wenn es an einer Stelle zu einer Unterbrechung kommt, können alle Rechner immer noch miteinander kommunizieren. Wenn man die Rechner dagegen in einer Linie miteinander vernetzt, können wesentliche Teile des Netzwerks nicht mehr erreichbar sein.
Besonders beliebt ist auch die Stern-Topologie, bei der alle Rechner an einem zentralen Punkt zusammenlaufen. Der Vorteil ist, dass hierbei eine zentrale Kontrolle des Netzes möglich ist. Wenn jedoch diese zentrale Stelle ausfällt, kann kein Rechner mehr mit einem anderen kommunizieren. Um diesen Nachteil zu beseitigen wurde das Bus-System eingeführt, bei dem alle Netzwerkkomponenten mit einer Leitung verbunden werden. Das Problem hierbei ist jedoch der Datendurchsatz, da alle übrigen Rechner pausieren müssen, wenn einer Daten sendet.
Eine weitere Topologie, die häufig eingesetzt wird, ist die Fully-Connected-Topologie. Hierbei wird jeder Rechner einzeln mit den anderen Rechnern verbunden. Der Vorteil ist eine sehr hohe Ausfallsicherheit und eine schnelle Übertragung. Der große Nachteil ist eine umständliche und aufwändige Wartung des Systems.
Optimal: Netzwerktopologien kombinieren
Um die Vor- und Nachteile jedes Netzwerkaufbaus zu kompensieren, werden die verschiedenen Topologien meist miteinander kombiniert. Hierzu stehen den Administratoren noch viele weitere Werkzeuge zur Verfügung. Es gibt verschiedene Switches, Hubs und Router, die die einzelnen Teile eines Netzwerks effizient miteinander verbinden können. Besonders die Router und Switches sollten sinnvoll ausgewählt werden, um eine einfachere Wartung und Skalierung gewährleisten zu können.
Neue Geräte sollten in jedem Fall den neuen Standard IPv6 unterstützen, um eine spätere Umstellung des Systems zu vereinfachen. Router gibt es heute viele verschiedene, die neben den Standartfeatures auch noch zusätzliche Dienste wie Firewall oder WLAN anbieten können.