Confiserie: von der Kunst, den Tag zu versüßen

Die Confiserie als besonderer Zweig der Bäckerzunft bietet zahlreiche Köstlichkeiten für Schleckermäulchen und Genießer. Die Feinbäckerei, wie sie im deutschen Sprachraum auch genannt wird, ist zuständig für die Herstellung von Kuchen, Torten und allerlei süßen Backwaren. In der eigentlichen Confiserie wird sie jedoch auch mit süßen Leckereien anderer Art in Verbindung gebracht, was einen vorrangig historischen Grund hat.
Bereits im Mittelalter waren zahlreiche Gewürze und auch der Zucker aus dem Orient in unseren Breiten bekannt, jedoch aufgrund ihres Preises und ihrer Besonderheit den reicheren Bevölkerungsschichten vorbehalten. Der Handel mit Gewürzen und Zucker war dabei nicht jedermann gestattet, sondern aufgrund der zumeist zu den Arzneimitteln gezählten Substanzen insbesondere an den Beruf des Apothekers geknüpft.
Heute sieht dies glücklicherweise anders aus. Wenngleich eine Vielzahl von Gewürzen und Zutaten bis heute vergleichsweise teuer sind, so besitzen sie allein aufgrund ihrer Exklusivität einen besonderen Stellenwert in der Feinschmeckerküche. Aus Zutaten wie feinster Schokolade, Marzipan, Honig, Nüssen und pflanzlichen Stoffen werden die leckersten Köstlichkeiten gezaubert. Pralinen, Bonbons, Petit Fours, diverse Eissorten, kandierte Früchte und Blüten sind nur einige der bekannteren unter ihnen.
Besondere Schokoladen edel verfeinert
Besondere Kreationen sind beispielsweise auch mit Blattgold verfeinert erhältlich. In den letzten Jahren ging der Trend zudem dahin, dass gute, hochwertige Schokoladen mit Gewürzen wie Chili oder Pfeffer verfeinert oder exklusiv mit Champagner, Früchten, Whisky o.ä. gefüllt wurden.
Bezaubernd wirken essbare Rosen- oder Veilchenblüten, die verzuckert Torten und Pralinen verzieren. Schade, dass es die heute nicht mehr auf Rezept gibt.