Hygiene im Haushalt – wie sie sich vor Ungeziefer und Pilzen wirksam schützen

Entgegen aller Vorurteile ist nicht die Toilette, der unhygienischste Ort im Haushalt, sondern die Küche. Das hat einen einfachen Grund: Die Toilette ist ein relativ trockener Ort, Bakterien und Pilze aber lieben die Feuchtigkeit. Deshalb besiedeln sie besonders gern und in besonders hoher Zahl Spüllappen. Den muffigen Geruch eines einige Tage verwendeten Lappens kennt jeder.
Besser ist es, ihn rechtzeitig zu wechseln, längst bevor er riecht. Auch Geschirrtücher sollte man bei dieser Gelegenheit nach zwei bis drei Tagen des Gebrauchs wechseln.
Küchengeräte und alle Arbeitsplätze sollten leicht zu reinigen sein. Ritzen, in denen sich Schmutz und Feuchtigkeit sammeln, sind ein Hort für Keime und Pilze. Wer sein Geschirr noch von Hand abwäscht, sollte nicht vergessen, das gesäuberte Geschirr klar abzuspülen. So wird nicht nur das Spülmittel sondern es werden auch im Spülwasser enthaltene Keime beseitigt.
Schneidebretter mit starken Kerbungen sollten ersetzt werden, insbesondere wenn sie aus Kunststoff sind. Auf Holzbrettern halten sich Keime wesentlich schlechter. Gespülte Holzbrettchen stellt man zum Trocknen senkrecht, damit die Luft gut zirkulieren kann und das Brett schnell trocknet. Im Idealfall benutzt man für rohe Lebensmittel ein spezielles Schneidebrett, dass nicht für andere Zwecke gebraucht wird.
Motten und Silberfischchen
Ein typisches Ungeziefer im Haushalt sind Dörrobst- und die Mehlmotten. Sie verunreinigen Lebensmittel mit Kot und Hautresten, was unter anderem Allergien und Darmreizungen auslösen kann. Befallene Lebensmittel sollten keinesfalls mehr gegessen, sondern umgehend entsorgt werden. Doch das Entsorgen allein reicht nicht.
Die Motten halten sich in Ritzen und Spalten verborgen. Alle Schränke müssen ausgesprochen gründlich gereinigt werden. Neue Ware sollte schon vor dem Einlagern auf Mottenbefall überprüft werden.
Silberfischchen lieben die Feuchtigkeit, deshalb sind sie in erster Linie rund um die Abflüsse in Küche und Bad anzutreffen. Der Befall ist im Winter kaum zu bemerken, bei sommerlichen Temperaturen von 25-30 Grad sind die Tiere hingegen sehr aktiv.
Abhilfe schafft das Aussaugen aller Hohlräume und Fugen und das Übergießen von Abfluss und Überlauf mit kochendem Wasser. Daneben sollte man stets gut lüften und die betroffenen Räume möglichst trocken halten. Wird man der Plage gar nicht Herr, kann man mit Köderboxen Abhilfe schaffen.